Der Weg des Blutes – Schritt für Schritt
Vena cava →Das sauerstoffarme Blut kommt aus dem Körper zurück.
Rechter Vorhof (Atrium) →Sammelt das Blut.
Trikuspidalklappe →Die "Tür" zur rechten Kammer.
Rechter Ventrikel →Pumpt das Blut weiter.
Pulmonalklappe →Verhindert den Rückfluss aus der Lungenarterie.
Lungenarterie →Bringt das Blut zur Lunge (Achtung: Hier fließt
sauerstoffarmes Blut in einer Arterie!).
Lunge →Hier findet der Gasaustausch statt (CO2 raus, O2 rein).
Lungenvenen →Bringen das nun sauerstoffreiche Blut zurück zum Herzen.
Linker Vorhof (Atrium) →Nimmt das frische, sauerstoffreiche Blut aus den Lungenvenen auf.
Mitralklappe →Die "Tür" zur linken Kammer.
Linker Ventrikel →pumpt das Blut durch die Aortenklappe in die Aorta.
Aortenklappe →Gibt den Weg in die Aorta frei und verhindert den Rückfluss in die linke Kammer.
Aorta →verteilt das sauerstoffreiche Blut im Körper.
Blutversorgung des Herzens
Das Herz schlägt in Ruhe etwa 70 Mal pro Minute, rund 100.000 Mal täglich und etwa 2,5 Billionen Mal in 70 Jahren ununterbrochen.
Das Herz pumpt bei jedem Schlag etwa 160 ml Blut (80 ml pro Ventrikel). Für diese kontinuierliche Leistung benötigt der Herzmuskel (Myokard) viel Sauerstoff und Nährstoffe und verbraucht dabei fast 10 % des gesamten Sauerstoffs, obwohl es nur 0,5 % des Körpergewichts ausmacht.
Das Herz erhält Sauerstoff und Nährstoffe durch ein eigenes Blutgefäßsystem, die Herzkranzgefäße (Koronargefäße).
Die Wandschichten von innen nach außen
Endokard (Herzinnenhaut): Die glatte Auskleidung der Herzhöhlen. Ihre glatte Oberfläche verhindert, dass Thrombozyten an Klappen und Wänden haften und Thromben entstehen. Funktionell ist sie das Gegenstück zum Endothel der Blutgefäße.
Myokard (Herzmuskelschicht): Die kräftigste und dickste der drei Schichten. Sie besteht aus quergestreifter Herzmuskulatur und ist für die Pumpleistung des Herzens verantwortlich.
Perikard (Herzbeutel): Setzt sich aus zwei Anteilen zusammen — dem Epikard, einer zarten Schicht, die dem Myokard direkt von außen anliegt, und einer stabilen äußeren Bindegewebshülle. Im schmalen Spalt zwischen beiden Blättern befindet sich eine geringe Menge seröser Flüssigkeit, die dem Herzen reibungsfreie Bewegung ermöglicht.